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July 04 2011

Camping für ein anderes Energiesystem: das Klima- und Energiecamp in der Lausitz

Über die Atomenergie ist intensiv und für uns mit unbefriedigendem Ergebnis diskutiert worden, aber das Streiten für ein ganz anderes Energiesystem, mit erneuerbaren Energien und demokratische Strukturen geht weiter. Mit einem Klima- und Energiecamp macht ein breites Spektrum politischer Gruppen und lokaler Bürgerinitiativen gegen die fossil-atomare Energieproduktion und die unterirdische Lagerung von CO2 mobil. Das Camp findet vom 07. bis 14. August in Jänschwalde statt.

Klima- und Energiecamp in der Lausitz

Klima- und Energiecamp in der Lausitz

Dabei sollen die Themen Klimagerechtigkeit und Energiekämpfe diskutiert und wieder auf die gesellschaftliche Agenda gesetzt werden. Unsere Lebensweise im globalen Norden trägt maßgeblich mit zum Klimachaos bei und die bisherigen Lösungsansätze sind völlig unzureichend.

Der Ort das Camps ist bewusst gewählt: in Jänschwalde steht das zweitgrößte Braunkohlekraftwerk Deutschlands und in der Region sollen neue Braunkohletagebaue aufgeschlossen werden. Dagegen regt sich Widerstand. Auch in anderen Städten wie Leipzig, Berlin, Stuttgart streiten Klimaaktivist*innen für eine Energiewende. Aus der Vernetzung dieser Gruppen ist die Organisation eines Klima- und Energiecamps entstanden.

Gebaut wird eine bunte Zeltstadt, mit Workshops, Aktionstrainings, Volksküchen und einem abwechslungsreichen Kulturprogramm. Das Camp ist eine offene Struktur und lebt von der Kreativität und dem Engagement seiner Teilnehmer*innen. Es ist ein Angebot an Menschen, die mit der herrschenden Klima- und Energiepolitik unzufrieden sind, die Alternativen leben und etwas verändern wollen. Außerhalb des Camps soll es verschiedene Protestaktionen u.a. gegen CCS geben.

Weitere Informationen: www.lausitzcamp.info

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May 23 2011

Bürgerbeteiligung gegen die Moorburgtrasse

Der Anlauf Vattenfalls, in Hamburg eine Fernwärmetrasse für das Klimakillerkraftwerk zu bauen, geht in die zweite Runde. Seit 16. Mai bis einschließlich 15. Juni liegen in verschiedenen Behörden die Antragsunterlagen aus und können auch im Internet eingesehen werden. Verschiedene Initiativen fordern, dass Verfahren zu stoppen.

eine neue Plattform wird hochgezogen Foto: Christian Grodotzki / ROBIN WOOD

Baumbesetzung gegen die Moorburgtrasse 2009 - eine neue Plattform wird hochgezogen Foto: Christian Grodotzki / ROBIN WOOD

Schon im Winter 2009/2010 gab es den Versuch, die Fernwärmetrasse ohne Bürgerbeteiligung einfach durch den Altonaer Grünzug zu legen. Der Gählerpark, in dem damals Bäume durch Anwohner_innen und Aktive von ROBIN WOOD besetzt wurden, soll verschont werden. Doch dafür wären andere Parks und Gebiete betroffen. Doch die jetzt bekannt gewordene erhebliche Verzögerung beim Bau des Kohlekraftwerkes Moorburg gefährdet nicht nur die ohnehin grenzständige Wirtschaftlichkeit des Kraftwerkes, sondern bietet auch die Chance zu einem grundlegenden Kurswechsel in der Hamburger Fernwärmeversorgung. Umweltverbände fordern die Einstellung des Planfeststellungsverfahrens. Mit einer kohlebefeuerten Fernwärmeversorgung wären die Klimaschutzziele, die auch der neue Senat anerkennt, in Hamburg nicht zu erreichen. Dies hat unlängst ein stadteigenes Gutachten zum Masterplan Klimaschutz ergeben.

Verschiedene Umweltverbände und vor Allem die Bürgerinitiative “Moorburgtrasse stoppen” wollen versuchen, die Fernwärmetrasse und das Kohlekraftwerk in Moorburg zu verhindern. Dafür ist es wichtig, dass viele EinwenderInnen ein deutliches Zeichen setzen, dass sie die Nutzung von Kohle für Strom und Fernwärme nicht wollen.

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May 21 2011

Bäume gegen CCS an 111 Standorten

Kirschbäumchen gegen CCS in Cottbus

Kirschbäumchen gegen CCS in Cottbus

Als Protest gegen die Verpressung des Klimagiftes CO2 aus Kohlekraftwerken in tiefe Erdschichten und das derzeit diskutierte CCS-Gesetz (Carbon Capture and Storage) wurden innerhalb der letzten vier Wochen bundesweit an 111 Standorten über 6700 Bäume gepflanzt.
Zu der Aktion „Obstbäume statt CO2-Endlager“ hatten der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), die Baumpflanz-Initiative WikiWoods.org, Robin Wood, der Verein BruchKultur e.V. und die Organisation `Plant for the Planet` aufgerufen. Auch in Österreich und Moldawien wurde mit dem Pflanzen von Bäumen wie Williams Christbirne, Dülmener Rosenapfel oder Knauffs Schwarze Herzkirsche ein Zeichen gegen die Einführung der CCS-Technologie gesetzt.

Die sogenannte CO2-Endlagerung ist eine riskante und menschenverachtende Technologie. An die Einfahrt zur CCS-Sackgasse gehört ein großes Stopp-Schild. Und dieses Stopp-Schild haben auch wir gepflanzt…unter anderem in Cottbus, Dresden, Hamburg und Bremen.

Weitere Informationen, alle Pflanzaktionen und eine dazugehörige Karte gibt es hier…

Protestbaum im Suttnerpark

Protestbaum im Suttnerpark gegen CCS und die Moorburgtrasse (Foto: ROBIN WOOD und BI "Moorburgtrasse stoppen" )

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May 16 2011

Bäume gegen die Trasse und CCS

CCS ist eine Abkürzung die ziemlich merkwürdig, oder vielleicht harmlos klingt – CO2-”Endlagerung” klingt da schon etwas griffiger. Und im Rahmen der Aktion “Obstbäume statt  CO2-Endlager” haben wir verschiedene Bäume als Zeichen des Protests gepflanzt…u.a. mit der BI “Moorburgtrasse stoppen” und an verschiedenen anderen Orten.

Protestbaum im Suttnerpark

Protestbaum im Suttnerpark

Am Freitag pflanzten wir einen Baum im Suttnerpark in Hamburg – gemeinsam mit der BI “Moorburgtrasse stoppen”. Der Baum und die Aktion waren nicht groß…aber symbolisch wichtig. Ein Ahornbäumchen aus der Lausitz, wo Vattenfall Braunkohletagebaue betreibt und ganze Dörfer von der Landkarte verschwinden lässt wird dort gepflanzt, wo der Park für die Moorbugtrasse weichen soll.

Im Winter des Jahres 2009 hatten Aktive von ROBIN WOOD Bäume im Gählerpark besetzt, um die Zerstörung dort aufzuhalten…und hatten es geschafft. In einem neuen Anlauf möchte Vattenfall nun Parks auf einer anderen Strecke zerstören.

Und so verbindet dieser Baum – symbolisch – den Protest ganz unterschiedlicher Regionen gegen die CO2-Endlagerung, gegen neue Braunkohletagebaue und die CO2-Endlagerung -  für eine Energiewende.

Baumbesetzung gegen die Vattenfall-Moorburgtrasse im Dezember 2009

Baumbesetzung gegen Klimakiller Vattenfall

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May 11 2011

Öffentlicher Druck wirkt: Fraport zieht Strafantrag gegen Flughafenausbau-Gegnerin zurück

Gestern fand vor dem Amtsgericht Rüsselsheim ein Prozess gegen die Flughafenausbaugegnerin Franziska statt, der nach Baumbesetzungen im inzwischen zerstörten Kelsterbacher Wald im Frühjahr 2009 dreifacher
Hausfriedensbruch vorgeworfen wurde.  Das Verfahren wurde im Verhandlungsverlauf eingestellt, nachdem der Betreiber des Frankfurter Flughafens, Fraport AG, die Strafanzeigen zurückzog.

Die Aktionen, die Franziska zur Last gelegt wurden, fanden im Rahmen des Protestes gegen den Bau der Landebahn Nordwest und konkret anlässlich der damit zusammenhängenden Rodung von 250 ha Wald im Frühjahr 2009 statt.  „Ich lebte damals dort im Widerstandsdorf. Als dann im Frühjahr 2009 die Rodungsarbeiten begannen, fand ich: Wir können doch nicht ohne Widerstand zulassen, dass der Flughafen immer weiter ausgebaut wird. Es grenzte meiner Meinung nach an Wahnsinn, zusätzliche Flugbewegungen zu ermöglichen, obwohl die katastrophalen Auswirkungen des Klimawandels weltweit längst bekannt sind und gleichzeitig der zunehmende Fluglärm für die Anwohner_innen immer belastender wird“,  so Franziska.

Noch vor der Einlassung zur Sache wurde Horst Amman, der zuständige Leiter des Flughafenausbaus in den Saal gerufen. Er gab bekannt, die Fraport AG würde ihre Strafanträge zurückziehen. Diese Zurücknahme bliebe aber auf den Einzelfall beschränkt und es solle kein Präzedenzfall geschaffen werden. Daraufhin stellte das Gericht das Verfahren nach § 206a ein, da Hausfriedensbruch nur auf Antrag verfolgt werden darf.

Dem vorausgegangen waren offensichtlich Gespräche zwischen dem Gericht und Herrn Amman in den Sitzungspausen sowie mehrere Telefonate mit Entscheidungsträger_innen der Fraport. Zuvor hatten mehrere Menschen außerhalb des Saales bei als Zeug_innen geladenen Angestellten der Fraport AG kritisch nachgefragt, weshalb denn überhaupt noch verhandelt werde. Es läge doch bereits seit April 2010 ein öffentliches Schreiben der Fraport AG an den Kreistag des Landkreises Groß-Gerau vor, in dem die Fraport AG erklärte, die Verfahren würden nur noch aufgrund eines öffentlichen Interesses, das die  Staatsanwaltschaft sehe, verfolgt.

Der genannten Brief war unter anderem von Thomas Vitzthum, Fraport-Prokurist, unterzeichnet worden. Dieser hatte  auch die Strafträge gegen Franziska unterzeichnet. „In der Zurücknahme der Strafanträge ist kein freundliches Entgegenkommen der Fraport zu sehen, sondern diese ist auf politischen Druck hin geschehen.“, so ein Unterstützer, „Der Konzern befand sich in Erklärungsnot, als nun bekannt wurde, dass die Fraport immer noch Ausbaugegner_innen verfolgen lässt, obwohl nach außen propagiert wurde die Flughafenbetreiber-AG hätte damit längst nichts mehr zu tun.“

zur vollständigen Pressemitteilung zum Prozess gestern

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May 03 2011

Jenseits des Wachstums

Dass ein unendliches Wachstum auf einem endlichen Planeten nicht möglich ist, dürfte mittlerweile ja keine Weisheit mehr sondern ein Allgemeinplatz sein. Unser Wirtschaftssystem basiert auf Wachstum und eine einfache Rücknahme würde zu Rezession, Arbeitslosigkeit und sozialen Verwerfungen führen … und gut für die Umwelt wäre dies auch nicht automatisch. Der Ausbau von Flughäfen, der Raubbau am Regenwald und der ständig weitergehende Klimawandel sind aber beständige Symptome des ständigen Wachstums, mit dem wir zu kämpfen haben.

Wo liegen also Ansätze jenseits des Wachstums? In öffentlichem statt privatem Konsum, im Ausbau des öffentlichen Personenverkehrs, in energieautarken Regionen, in selbst verwalteten Gemeingütern? Diese und weitere Ansätze und Antworten werden auf dem Kongress “Jenseits des Wachstums” gesucht und vorgestellt. Dieser findet vom 20. bis 22. Mai in Berlin statt, ROBIN WOOD beteiligt sich z.B. mit einem Workshop über energieautarke Dörfer.

Der Kongress dürfte einer der spannendsten in diesem Jahr werden. Hier gibt es weitere Informationen: www.jenseits-des-wachstums.de

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April 29 2011

Weiden gegen CCS

Am Ostermontag pflanzten Aktive von ROBIN WOOD bei Dresden Weiden als Uferschutz und gegen CCS. Die “Aktion” ist Teil der Initiative “Obstbäume statt CO2-Endlager”. Neben dem Risiko der “Endlager” wollen sie auch darauf hinweisen, dass die Technologie Energie verbraucht, die u.a. durch neue Braunkohletagebaue erzeugt werden soll.

Bäume als Uferschutz und gegen CO2-"Endlager" (Foto: Christian Grodotzki / ROBIN WOOD)

Bäume als Uferschutz und gegen CO2-"Endlager" (Foto: Christian Grodotzki / ROBIN WOOD)

Unter dem Motto „Obstbäume statt CO2-Endlager“ ruft ein Bündnis von Umweltverbänden und Baumpflanz-Initiativen dazu auf, durch das Pflanzen von Obstbäumen ein Zeichen gegen die Pläne zu setzen, Kohlendioxid aus Kohlekraftwerken unterirdisch zu speichern. Alle sind dazu aufgerufen, Obstbäume bis zum 15. Mai 2011 zu pflanzen, Ziel sind Baumpflanzungen an mehr als 200 Orten.

Hier geht es zur Internetseite, auf der die gepflanzten Bäume eingetragen werden können… und hier gibt es die Aktion als Facebook-Event…

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April 27 2011

CO2-Endlager ohne Zukunft?

Wie der NDR berichtet, will sich RWE Dea nun völlständig von seinen CO2-”Endlager”-Plänen in Schleswig-Holstein verabschieden. Auch die Zuversicht der Lobbyisten schwindet auf Grund des massiven Widerstands in der Bevölkerung.

Proteste in Beeskow gegen CCS / Foto: Daniel Häfner

Proteste in Beeskow gegen CCS / Foto: Daniel Häfner

Am 26. April gab RWE Dea bekannt, sich von seinen Konzessionen zur Erkundung von CO2-Endlagern zurück zu ziehen. Begründet wurde dies mit den großen Vorbehalten in der Bevölkerung. Für die Bürgerinitiativen vor Ortgegen die riskante Technologie  ist dies ein großer Erfolg.

Und auch die Lobbyisten des Vereins IZ-Klima, welches u.a. von den vier großen Energiekonzernen finanziert wird, verlieren die Hoffnung auf die Durchsetzung der Technologie. So äußerte Michael Donnermeyer, IZ-Klima-Chef, dass sich eine Investition der Unternehmen nicht lohne, wenn es keine definitiven Endlagermöglichkeiten gäbe.

Doch der Protest geht weiter und so gibt es z.B. die Möglichkeit, mit Bäumen ein Zeichen gegen die Einführung der riskanten Technologie zu setzen.

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April 20 2011

Obstbäume statt CO2-”Endlager”

Unter dem Motto „Obstbäume statt CO2-Endlager“ ruft ein Bündnis von Umweltverbänden dazu auf, durch das Pflanzen von Obstbäumen ein Zeichen gegen die Pläne der Bundesregierung zu setzen, Kohlendioxid aus Kohlekraftwerken unterirdisch zu speichern. Ziel ist es, bis 15. Mai Pflanzungen an mehr als 200 Orten zu erreichen. Also seid dabei!

Am 13. April hatte das Bundeskabinett ein Gesetz verabschiedet, wonach die CCS-Techologie (Carbon Dioxide Capture and Storage) zur unterirdischen Speicherung von Kohlendioxid aus Kohlekraftwerken erprobt werden soll. Das Gesetz muss noch von Bundestag und Bundesrat beschlossen werden.

Im Internet kann die Pflanzung unter http://www.bund.net/obstbaeume-statt-co2-endlager gemeldet und sichtbar gemacht werden. Dort gibt es auch weitere Informationen und z.B. Pflanzanleitungen.

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April 18 2011

Endlager-Propaganda in Schulen

Die “Endlagerung” von Kohlendioxid ist eine umstrittene und hochriskante Technologie – in mehr als 25.000 Schulen soll sie nun als Umweltschutz verkauft werden – finanziert durch die Energiekonzerne.

Um Interessen durchzusetzen gründen Konzerne gern Lobbyverbände und so wurde zum Thema CO2-”Endlagerung” (CCS, Carbon Capture and Storage) das Informationszentrum (IZ) Klima gegründet. Das IZ Klima hieß lange Zeit im Untertitel auch: Informationszentrum für klimafreundliche Kohlekraftwerke, da dies aber zu offensichtlich war, nennt es sich jetzt Informationszentrum für CO2-Technologien. Finanziert wird es im Wesentlichen von den großen Energiekonzernen. Auf den Kongressen treten dann auch schon einmal EU-Kommissar für Energie Oettinger etc. auf und stellen natürlich Forderungen im Sinne der Konzerne…auch wenn sie damit ihre politischen Befugnisse überschreiten.

Aber die Konzerne haben auch dazu gelernt, dass es eben nicht reicht, Lobbyismus in Richtung der Politik zu betreiben – für die Technologie muss auch Akzeptanz geschaffen werden. Genug Geld gibt es, Akzeptanz kaum. Und anstatt zu akzeptieren, dass die Bevölkerung nicht auf einer Gas-Blase leben möchte, wird immer wieder versucht, Akzeptanz zu schaffen – natürlich angeblich ergebnisoffen. Dabei gehen die PR-Spezialisten nun einen Schritt weiter und verteilen Broschüren “Klimaschutz und CCS” an Schulen – natürlich uneigennützig. Herausgeber ist Zeitbild, eine PR-Agentur mit Verlag, deren Hefte laut Eigenwerbung an 25.000 Schulen gehen. Die Strategie ist perfide, denn die jungen Menschen sollen sich schon einmal an die Endlager gewöhnen – oder besser sogar noch ihre Eltern überzeugen.

Protest regt sich, aber klar ist auch, dass nicht vor jeder Schule Umweltschützer mit Transparent und Infobroschüre stehen können, um dem etwas entgegen zu halten. Die betroffenen Bürgerinitiativen fordern, die Verteilung der Broschüren einzustellen.

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April 15 2011

Klima- und Energiecamp in der Lausitz

Ende Januar haben sich verschiedene Gruppen und Einzelpersonen zusammengeschlossen, um vom 7. bis 14. August 2011 ein Klima- und Energiecamp in der Lausitz (Jänschwalde bei Cottbus/Brandenburg) zu veranstalten. Das Camp nimmt nun langsam Gestalt an, es gibt aber auch noch viel Raum für eigene Ideen.

Klima- und Energiecamp in der Lausitz

Klima- und Energiecamp in der Lausitz

Hier ein erster Text aus dem Aufruf: “Das Klimachaos scheint nicht mehr aufzuhalten zu sein: Mit extremen Wetterverhältnissen, der Versteppung ganzer Regionen, dem Anstieg des Meeresspiegels und der Bedrohung der Lebensgrundlagen vieler Menschen schreitet  der Klimawandel voran. Dass die Antwort nicht Atomkraft heißen kann, ist spätestens seit Fukushima klar. Aber anstatt konsequent auf erneuerbare Energien zu setzen und die fossilen Brennstoffe im Boden zu lassen, werden Kohlekraftwerke und die Risikotechnologie CCS als Alternativen zur Atomkraft propagiert.

Wir nehmen das nicht hin! Wir wollen an Auseinandersetzungen um Klimagerechtigkeit und Energiesouveränität anknüpfen und mit einem Camp Alternativen zum „business as usual“ denken, leben und erstreiten.

Weitere Informationen gibt es unter: www.lausitzcamp.info

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March 31 2011

Aufruhr in Schwaben – Österreicher beleidigen Porsche

Alles läuft aus dem Ruder im Schwabenländle. Nun sind Umweltschützer auch noch dem Zuffenhausener Autobauer zu nahe getreten. Doch Porsche wehrt sich. Genau gesagt geht es um den VW-Importeur Porsche Austria, der den alternativen österreichischen Verkehrsclub VCÖ wegen Geschäftsschädigung verklagt. Der VCÖ hätte in einer Pressemitteilung den durchschnittlichen Treibhausgas-Ausstoß der Flotte von Porsche Austria möglicherweise um 4,8 Milligramm Kohlendioxid pro Kilometer zu hoch angesetzt. Ok, damit gehören sie zwar immer noch zu den Spritschleudern der Nation, aber das könnte ja trotzdem den ein oder anderen Cayenne-Liebhaber bekehrt und zu Geschäftseinbußen geführt haben. Dazu der VCÖ: „Angesichts der Tatsache, dass Porsche Austria im Vorjahr Rekordumsätze gemacht hat, verhärtet sich der Eindruck, dass mit der Klage lediglich der Zweck verfolgt wird, eine kritische NGO einzuschüchtern und mundtot zu machen.“

ROBIN WOOD stärkt dem VCÖ den Rücken, hier können sich weitere Unterstützer_innen eintragen.

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February 27 2011

Flammender Protest gegen CCS

Mehr als 2.500 Menschen demonstrierten heute in Beeskow (Brandenburg) gegen die Pläne von Vattenfall, dort ein CO2-”Endlager” einzurichten. Aus 4 Richtungen strebten die Menschen mit Fackeln zum Marktplatz, um sich dort zu einem leuchtenden X aufzustellen. Neben zahlreichen Reden erklangen dann auch die Glocken der umliegenden Kirchen.

Mit der Demonstration und der Kundgebung wehren sich die Menschen der Region dagegen, dass unter ihren Füßen Kohlendioxid verpresst werden soll (CCS), welches aus den Lausitzer Braunkohlekraftwerken zukünftig abgeschieden werden soll. In der Bundesregierung wir hierfür seit langem um ein Gesetz gerungen, welches bereits mehrfach verschoben wurde. Das Bundeskabinett wird sich frühestens am 16. März mit dem Gesetz beschäftigen. Noch wehren sich verschiedene Bundesländer vehement gegen eine mögliche Verpressung von CO2, darunter Schleswig-Holstein. Mögliche Deponiestandorte befinden sich vor allem in Brandenburg und Schleswig-Holstein, doch mehr als 400 Orte wären bundesweit potentiell betroffen.

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February 18 2011

Überall CO2-Endlager? Viel Neues um eine Technologie von gestern

Nach erfolgreichen Klagen musste das zentrale Kataster des Bundes nun die potentiellen Orte für CO2-Endlager bekannt geben – mit einem für die breite Öffentlichkeit erschreckenden Ergebnis: An mehr als 400 Standorten könnte CO2 “endgelagert” werden. Unter anderem in der Nähe von  Großstädten wie Berlin, Hamburg und München.

Proteste in Beeskow gegen CCS / Foto: Daniel Häfner

Proteste in Beeskow gegen CCS / Foto: Daniel Häfner

Im Wesentlichen befinden sich angeblich geeignete geologische Schichten für die Endlagerung von CO2 im wesentlichen im Norden, doch auch im Süden gibt es in der Nähe von München “geeignete” Formationen.

Derweil wehren sich die Bürgerinitiativen in Brandenburg unter anderem mit Klagen dagegen, dass Vattenfall eine erste Untersuchungsgenehmigung erteilt wurde.

Doch schon in der nächsten Woche könnte das Bundeskabinett ein CCS-Gesetz erlassen.

Berichte gibt es unter anderem bei:

Tagesschau (ab Minute 7:30)

Spiegel

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February 07 2011

Jenseits des Wachstums? – Kongress

Wirtschaftswachstum wird weltweit als universales Rezept gegen ökonomische Probleme jeglicher Art angepriesen. Angesichts des Klimawandels, der Prekarisierung von Arbeit, der Zerstörung der Umwelt, der Umverteilung von den Armen zu den Reichen wird deutlich, dass dieses alte Rezept nicht funktioniert. Attac will gemeinsam mit Bündnispartnern (u.a. ROBIN WOOD) nach neuen Antworten für die drängenden Krisen unsere Zeit suchen – Antworten die jenseits des Wachstumswahns liegen.

Vom 20. – 22. Mai 2011 diskutieren in der TU in Berlin über 100 ReferentInnen in über 70 Veranstaltungen darüber, wie eine Postwachstumsökonomie aussehen könnte. Weitere Informationen: www.jenseits-des-wachstums.de

February 05 2011

Robin Wood on ice

Protest auf 2500 Höhenmetern - RobinWood-AktivistInnen auf dem Vermunt-Gletscher. (Foto: Chris Grodotzki/ROBIN WOOD)

Protest auf 2500 Höhenmetern - RobinWood-AktivistInnen auf dem Vermunt-Gletscher. (Foto: Chris Grodotzki/ROBIN WOOD)

Wenn Robin Wood-Aktive in den Urlaub fahren, dann bleibt die Politik natürlich nicht zuhause… Selbst auf hochalpinen Wandertouren verstehen es unsere AktivistInnen noch, sich für das Klima einzusetzen und, wenn man die Gletscherschmelze schon nicht kletternd blockieren kann, zumindest starke Bilder zu produzieren um darauf aufmerksam zu machen.

Gletscher stellen den größten Süßwasserspeicher der Welt dar und sind nach den Ozeanen die größten Wasserspeicher der Erde überhaupt. Laut Greenpeace haben die 5000 Gletscher der Alpen seit 1980 rund ein Drittel ihrer Fläche und die Hälfte ihrer Masse an den Klimawandel verloren. Ein weiterer Fakt der zeigt: Es ist höchste Zeit dem Klimawandel mit ernsthaften Maßnahmen und glaubwürdigen CO²-Reduktionen entgegen zu treten.

December 31 2010

Ein bewegtes Jahr geht zu Ende

ROBIN WOOD hat sich auch im Jahr 2010 an vielen Brennpunkten für den Umweltschutz eingesetzt und dabei einiges erreicht.

Zu Beginn des Jahres haben Aktivist_innen Bäume im Hamburger Gählerpark für mehr als drei Monate besetzt, um die Vattenfall-Trasse zu stoppen – Erfolgreich! So konnte ein Stück von Hamburgs grünem Gürtel gerettet werden.

Ein weiterer Erfolg ist uns durch eine Unterschriften-Aktion beim Kampf gegen den Raubbau-Konzern „Gunns“ gelungen, der sich nun aus Tasmaniens Wäldern zurückzieht und verzichtet dort Urwälder kahlzuschlagen.

Während der vierwochigen Floßtour von Stuttgart nach Frankfurt am Main, die unter dem Motto „Klimaschutz selber machen!“ stand, haben Aktive durch Infostände und Aktionen auf die Herausforderungen des Klimawandels aufmerksam gemacht und gezeigt wie jedeR zum Klimaschutz beitragen kann.

Aktion gegen das Klimakiller-Kraftwerk von EnBW

Aktion gegen das Klimakiller-Kraftwerk von EnBW

Über das Jahr hinweg gab es immer wieder Aktionen gegen Atomkraft. Angefangen mit einem dezentralem Aktionstag an verschiedenen AKW-Standorten im Vorfeld des Tschernobyl Jahrestages am 26. April, bei dem bundesweit mehr als 120.000 Menschen gegen Atomkraft demonstrierten. Bei den CASTOR-Transporten nach Gorleben und zuletzt nach Lubmin hat
sich ROBIN WOOD bei dem breiten und bunten Protest beteiligt. Bei dem Transport nach Lubmin gelang Aktivist_innen eine spektakuläre Blockadeaktion durch die der Transport mehr als sechs Stunden aufgehalten wurde.

Zwei RobinWood-Aktive ketteten sich im Gleisbett des Lubmin-Castors an (Foto: C. Grodotzki/ROBIN WOOD)

Noch immer gilt es 120.000 ha Urwald in Indonesien zu retten, die durch das Anlegen von Palmölplantagen bedroht sind. Deshalb gab es eine Aktionsserie gegen die dort agierenden Raubbau-Konzerne „Unilver“ und „Wilmar“. Diese stehen auch im internationalem Jahr der Wälder 2011 weiter in unserem Fokus. Vor kurzem hat eine Online-Kampagne zum Schutz von Schwedens einzigartigen Urwäldern begonnen, die durch das rücksichtslose Abholzen in Schweden bedroht sind.

Nicht zu vergessen ist die Beteiligung von ROBIN WOOD am Protest gegen „Stuttgart 21“. Aktive  von ROBIN WOOD haben durch Aktion während des gesamten Jahres auf die Probleme des Sackgassenprojektes aufmerksam gemacht und sich für den Erhalt des Kopfbahnhofes stark gemacht. Gegen Stefan Mappus klagen wir, weil er uns zur Eskalation der Situation Berufsdemonstranten nannte.

Doch all das wäre nicht möglich gewesen ohne die vielen Spenden und die tatkräfige Unterstützung vieler Menschen. Aus diesem Grund sagen wir DANKE! an Alle die uns Unterstützen.

Unterstützen Sie BITTE unsere Aktiven durch Spenden auf das Rechtskonto, denn leider kommen auf diese immer wieder Kosten durch Prozesse zu. Danke!

von Michi und

December 19 2010

Massenverhaftungen in Kopenhagen waren illegal

Am 16. Dezember erklärte das Kopenhagener “City-Court” alle vorbeugenden Festnahmen während des Weltklimagipfels 2009 für illegal. Den Verhafteten steht eine Entschädigung von 9.000 Kronen (ca. 1.200 Euro) zu.

Polizeiauto auf einem Transparent am 12. Dezember in Kopenhagen (Foto: Daniel Häfner / ROBIN WOOD)

Annähernd 2.000 Menschen wurden während des Klimagipfels COP15 in Kopenhagen im Dezember letzten Jahres präventiv verhaftet. An der Demonstration am 12. Dezember, an welcher mehr als 100.000 Menschen teilnahmen, wurden 1.000 Personen in der größten Masseningewahrsamnahme der dänischen Geschichte verhaftet. Amnesty International kritisierte dies in ihrem Jahresbericht. Dort wird Kritik an dem exzessiven Machtmissbrauch von Seiten der Polizei geäußert. 250 Personen aus Dänemark, Schweden, England und Frankreich hatten gegen die präventiven Festnahmen und das Verhalten der Polizei Klage eingereicht.

Ebenso zeigen Aufzeichnungen des dänischen Polizeifunks, dass ein Einsazleiter der dänischen Polizei dazu animierte, Presseangehörige anzugreifen. Der Polizeifunk wurde aufgezeichnet und ist Teil einer dänischen Dokumentation über die Proteste im Rahmen der COP15, die am 16. Dezember 2010 Premiere beim dänischen Fernsehsender DR hatte.

Tags: Aktion Klima

December 02 2010

Kranich im Blindflug

Lufthansa klopft sich für Agro-Sprit-Pläne selbst auf die Schulter und täuscht damit die Öffentlichkeit

Die Lufthansa will ab 2011 ein Agro-Spritmix versuchsweise als Flugzeugtreibstoff einsetzen. Dafür feiert sich das Unternehmen als Klimaschützer. In der sechsmonatigen Versuchsphase sollen dadurch rund 1.500 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden, teilte das Unternehmen mit. Um etwaige Ökobedenken gegen den Pflanzensaft gleich im Keim zu ersticken, setzte Lufhansa Vorstand Mayrhuber noch einen drauf: „Unser Treibstoff ist nachhaltig. Fest steht, dass für Lufthansa-Biotreibstoff kein Regenwald gerodet wird.“

Das ist natürlich Quatsch mit Soße, denn die Geschichte vom klimaschonenden und umweltfreundlichen Agro-Sprit ist längst als Ökomärchen entlarvt. Fliegen mit Pflanzen – Robin Wood Magazin 1/2010 Dabei ist es unerheblich, woher der Rohstoff für die angeblich grüne Fliegerei auch stammen mag. Sei es Raps aus Europa, Palmöl aus Indonesien, oder Jatropha aus Afrika – die Nachfrage von Konzernen wie Lufthansa führt am Ende dazu, dass sich weitere Agrarflächen in die vorhandenen Naturräume dieser Erde hineinfressen. Fachleute nennen diesen Effekt indirekte Landnutzungsänderungen. Dabei können riesige Mengen des Klimagases Kohlenstoffdioxid in die Luft gepustet werden.

In keinem guten Licht steht auch Nesteoil da – der Brennstoff-Lieferant für Lufthansas Agro-Abenteuer. Bei unseren Kollegen von Greenpeace Finnland steht der Konzern wegen Regenwaldzerstörung bereits am Pranger.

Das für diesen Unsinn auch noch Steuergelder aus dem Fenster geworfen werden, ist ein weiterer Skandal. Das Bundesforschungsministerium subventioniert Lufthansa bei diesem Projekt mit zweieinhalb Millionen Euro. Ausgerechnet der notorische Klimakiller Lufthansa bekommt so mit öffentlichem Geld ein grünes Mäntelchen umgehängt.

November 30 2010

Beginn des UN-Weltklimagipfels in Cancún/Mexico

Gestern, am 29. November, hat der UN-Weltklimagipfel (COP 16) in Canún (Mexico) begonnen. Dort beraten VertreterInnen aus mehr als 190 Nationen wie gegen die Folgen des weltweiten Klimawandels vorgegangen werden kann. Ging es Ende der 1990er Jahre noch darum, den Klimawandel zu verhindern, geht es nun darum, die Folgen abzumildern. Auf dem Gipfel wird wieder nur von Nationalstaaten verhandelt – z.B. Indigene bleiben außen vor. Die Hoffnungen auf erforderliche durchgreifende Beschlüsse sind nach den Erfahrungen des Weltklimagipfels in Kopenhagen gering – das Medieninteresse auch.

Stark in der Kritik stehen vor allem der Clean-Development-Mechanism (CDM) und der REDD. Durch diese beiden CO2-Schlupflöcher ist es Industriekonzernen möglich, billig an CO2-Zertifikate zu gelangen um die eigene CO2-Bilanz zu schönen. Konzerne erhalten diese Zertifikate, indem sie entsprechende CDM oder REDD Projekte in Entwicklungsländern finanziell Unterstützen. Der Klimaschutz fällt bei beiden Modellen eher gering aus, viel mehr wird dadurch ein effektiver und nachhaltiger Klimaschutz in den Entwicklungsländern verzögert oder sogar behindert. Deshalb hat sich ROBIN WOOD in einer Resolution gegen diese Intrumente ausgesprochen.

Wir dürfen gespannt sein, ob und was für Beschlüsse in den kommenden zwei Wochen von der Staatengemeinschaft getroffen werden. Die Erwartungen sind gering, die Herrausforderungen denkbar groß.  Zu bekämpfen gilt der weltweite
Temperaturanstieg, die Versauerung der Ozeane, das Abschmelzen der Polkappen und Gletscher und die durch den Klimawandel hervorgerufen soziale Ungerechtigkeit und das Artensterben.

Von Michi und

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