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May 03 2011

Jenseits des Wachstums

Dass ein unendliches Wachstum auf einem endlichen Planeten nicht möglich ist, dürfte mittlerweile ja keine Weisheit mehr sondern ein Allgemeinplatz sein. Unser Wirtschaftssystem basiert auf Wachstum und eine einfache Rücknahme würde zu Rezession, Arbeitslosigkeit und sozialen Verwerfungen führen … und gut für die Umwelt wäre dies auch nicht automatisch. Der Ausbau von Flughäfen, der Raubbau am Regenwald und der ständig weitergehende Klimawandel sind aber beständige Symptome des ständigen Wachstums, mit dem wir zu kämpfen haben.

Wo liegen also Ansätze jenseits des Wachstums? In öffentlichem statt privatem Konsum, im Ausbau des öffentlichen Personenverkehrs, in energieautarken Regionen, in selbst verwalteten Gemeingütern? Diese und weitere Ansätze und Antworten werden auf dem Kongress “Jenseits des Wachstums” gesucht und vorgestellt. Dieser findet vom 20. bis 22. Mai in Berlin statt, ROBIN WOOD beteiligt sich z.B. mit einem Workshop über energieautarke Dörfer.

Der Kongress dürfte einer der spannendsten in diesem Jahr werden. Hier gibt es weitere Informationen: www.jenseits-des-wachstums.de

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April 18 2011

Endlager-Propaganda in Schulen

Die “Endlagerung” von Kohlendioxid ist eine umstrittene und hochriskante Technologie – in mehr als 25.000 Schulen soll sie nun als Umweltschutz verkauft werden – finanziert durch die Energiekonzerne.

Um Interessen durchzusetzen gründen Konzerne gern Lobbyverbände und so wurde zum Thema CO2-”Endlagerung” (CCS, Carbon Capture and Storage) das Informationszentrum (IZ) Klima gegründet. Das IZ Klima hieß lange Zeit im Untertitel auch: Informationszentrum für klimafreundliche Kohlekraftwerke, da dies aber zu offensichtlich war, nennt es sich jetzt Informationszentrum für CO2-Technologien. Finanziert wird es im Wesentlichen von den großen Energiekonzernen. Auf den Kongressen treten dann auch schon einmal EU-Kommissar für Energie Oettinger etc. auf und stellen natürlich Forderungen im Sinne der Konzerne…auch wenn sie damit ihre politischen Befugnisse überschreiten.

Aber die Konzerne haben auch dazu gelernt, dass es eben nicht reicht, Lobbyismus in Richtung der Politik zu betreiben – für die Technologie muss auch Akzeptanz geschaffen werden. Genug Geld gibt es, Akzeptanz kaum. Und anstatt zu akzeptieren, dass die Bevölkerung nicht auf einer Gas-Blase leben möchte, wird immer wieder versucht, Akzeptanz zu schaffen – natürlich angeblich ergebnisoffen. Dabei gehen die PR-Spezialisten nun einen Schritt weiter und verteilen Broschüren “Klimaschutz und CCS” an Schulen – natürlich uneigennützig. Herausgeber ist Zeitbild, eine PR-Agentur mit Verlag, deren Hefte laut Eigenwerbung an 25.000 Schulen gehen. Die Strategie ist perfide, denn die jungen Menschen sollen sich schon einmal an die Endlager gewöhnen – oder besser sogar noch ihre Eltern überzeugen.

Protest regt sich, aber klar ist auch, dass nicht vor jeder Schule Umweltschützer mit Transparent und Infobroschüre stehen können, um dem etwas entgegen zu halten. Die betroffenen Bürgerinitiativen fordern, die Verteilung der Broschüren einzustellen.

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April 15 2011

Klima- und Energiecamp in der Lausitz

Ende Januar haben sich verschiedene Gruppen und Einzelpersonen zusammengeschlossen, um vom 7. bis 14. August 2011 ein Klima- und Energiecamp in der Lausitz (Jänschwalde bei Cottbus/Brandenburg) zu veranstalten. Das Camp nimmt nun langsam Gestalt an, es gibt aber auch noch viel Raum für eigene Ideen.

Klima- und Energiecamp in der Lausitz

Klima- und Energiecamp in der Lausitz

Hier ein erster Text aus dem Aufruf: “Das Klimachaos scheint nicht mehr aufzuhalten zu sein: Mit extremen Wetterverhältnissen, der Versteppung ganzer Regionen, dem Anstieg des Meeresspiegels und der Bedrohung der Lebensgrundlagen vieler Menschen schreitet  der Klimawandel voran. Dass die Antwort nicht Atomkraft heißen kann, ist spätestens seit Fukushima klar. Aber anstatt konsequent auf erneuerbare Energien zu setzen und die fossilen Brennstoffe im Boden zu lassen, werden Kohlekraftwerke und die Risikotechnologie CCS als Alternativen zur Atomkraft propagiert.

Wir nehmen das nicht hin! Wir wollen an Auseinandersetzungen um Klimagerechtigkeit und Energiesouveränität anknüpfen und mit einem Camp Alternativen zum „business as usual“ denken, leben und erstreiten.

Weitere Informationen gibt es unter: www.lausitzcamp.info

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March 31 2011

Aufruhr in Schwaben – Österreicher beleidigen Porsche

Alles läuft aus dem Ruder im Schwabenländle. Nun sind Umweltschützer auch noch dem Zuffenhausener Autobauer zu nahe getreten. Doch Porsche wehrt sich. Genau gesagt geht es um den VW-Importeur Porsche Austria, der den alternativen österreichischen Verkehrsclub VCÖ wegen Geschäftsschädigung verklagt. Der VCÖ hätte in einer Pressemitteilung den durchschnittlichen Treibhausgas-Ausstoß der Flotte von Porsche Austria möglicherweise um 4,8 Milligramm Kohlendioxid pro Kilometer zu hoch angesetzt. Ok, damit gehören sie zwar immer noch zu den Spritschleudern der Nation, aber das könnte ja trotzdem den ein oder anderen Cayenne-Liebhaber bekehrt und zu Geschäftseinbußen geführt haben. Dazu der VCÖ: „Angesichts der Tatsache, dass Porsche Austria im Vorjahr Rekordumsätze gemacht hat, verhärtet sich der Eindruck, dass mit der Klage lediglich der Zweck verfolgt wird, eine kritische NGO einzuschüchtern und mundtot zu machen.“

ROBIN WOOD stärkt dem VCÖ den Rücken, hier können sich weitere Unterstützer_innen eintragen.

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December 02 2010

Kranich im Blindflug

Lufthansa klopft sich für Agro-Sprit-Pläne selbst auf die Schulter und täuscht damit die Öffentlichkeit

Die Lufthansa will ab 2011 ein Agro-Spritmix versuchsweise als Flugzeugtreibstoff einsetzen. Dafür feiert sich das Unternehmen als Klimaschützer. In der sechsmonatigen Versuchsphase sollen dadurch rund 1.500 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden, teilte das Unternehmen mit. Um etwaige Ökobedenken gegen den Pflanzensaft gleich im Keim zu ersticken, setzte Lufhansa Vorstand Mayrhuber noch einen drauf: „Unser Treibstoff ist nachhaltig. Fest steht, dass für Lufthansa-Biotreibstoff kein Regenwald gerodet wird.“

Das ist natürlich Quatsch mit Soße, denn die Geschichte vom klimaschonenden und umweltfreundlichen Agro-Sprit ist längst als Ökomärchen entlarvt. Fliegen mit Pflanzen – Robin Wood Magazin 1/2010 Dabei ist es unerheblich, woher der Rohstoff für die angeblich grüne Fliegerei auch stammen mag. Sei es Raps aus Europa, Palmöl aus Indonesien, oder Jatropha aus Afrika – die Nachfrage von Konzernen wie Lufthansa führt am Ende dazu, dass sich weitere Agrarflächen in die vorhandenen Naturräume dieser Erde hineinfressen. Fachleute nennen diesen Effekt indirekte Landnutzungsänderungen. Dabei können riesige Mengen des Klimagases Kohlenstoffdioxid in die Luft gepustet werden.

In keinem guten Licht steht auch Nesteoil da – der Brennstoff-Lieferant für Lufthansas Agro-Abenteuer. Bei unseren Kollegen von Greenpeace Finnland steht der Konzern wegen Regenwaldzerstörung bereits am Pranger.

Das für diesen Unsinn auch noch Steuergelder aus dem Fenster geworfen werden, ist ein weiterer Skandal. Das Bundesforschungsministerium subventioniert Lufthansa bei diesem Projekt mit zweieinhalb Millionen Euro. Ausgerechnet der notorische Klimakiller Lufthansa bekommt so mit öffentlichem Geld ein grünes Mäntelchen umgehängt.

November 30 2010

Beginn des UN-Weltklimagipfels in Cancún/Mexico

Gestern, am 29. November, hat der UN-Weltklimagipfel (COP 16) in Canún (Mexico) begonnen. Dort beraten VertreterInnen aus mehr als 190 Nationen wie gegen die Folgen des weltweiten Klimawandels vorgegangen werden kann. Ging es Ende der 1990er Jahre noch darum, den Klimawandel zu verhindern, geht es nun darum, die Folgen abzumildern. Auf dem Gipfel wird wieder nur von Nationalstaaten verhandelt – z.B. Indigene bleiben außen vor. Die Hoffnungen auf erforderliche durchgreifende Beschlüsse sind nach den Erfahrungen des Weltklimagipfels in Kopenhagen gering – das Medieninteresse auch.

Stark in der Kritik stehen vor allem der Clean-Development-Mechanism (CDM) und der REDD. Durch diese beiden CO2-Schlupflöcher ist es Industriekonzernen möglich, billig an CO2-Zertifikate zu gelangen um die eigene CO2-Bilanz zu schönen. Konzerne erhalten diese Zertifikate, indem sie entsprechende CDM oder REDD Projekte in Entwicklungsländern finanziell Unterstützen. Der Klimaschutz fällt bei beiden Modellen eher gering aus, viel mehr wird dadurch ein effektiver und nachhaltiger Klimaschutz in den Entwicklungsländern verzögert oder sogar behindert. Deshalb hat sich ROBIN WOOD in einer Resolution gegen diese Intrumente ausgesprochen.

Wir dürfen gespannt sein, ob und was für Beschlüsse in den kommenden zwei Wochen von der Staatengemeinschaft getroffen werden. Die Erwartungen sind gering, die Herrausforderungen denkbar groß.  Zu bekämpfen gilt der weltweite
Temperaturanstieg, die Versauerung der Ozeane, das Abschmelzen der Polkappen und Gletscher und die durch den Klimawandel hervorgerufen soziale Ungerechtigkeit und das Artensterben.

Von Michi und

October 15 2010

Trauer um Hermann Scheer

Mit Bestürzung hat ROBIN WOOD die Nachricht vom Tod Hermann Scheers aufgenommen. Wir trauern um Hermann Scheer und sprechen seinen Angehörigen, seinen FreundInnen und persönlichen MitstreiterInnen unsere Anteilnahme aus!

Scheer war in Themengebieten aktiv, die auch für die Umweltbewegung zentral sind: Er war der Vorkämpfer für Erneuerbare Energien und gegen
die Privatisierung der Deutschen Bahn. Erst kürzlich engagierte er sich noch gegen das Bahnprojekt Stuttgart 21. Die Bedeutung seiner Arbeit
reicht weit über das parteipolitische Tagesgeschäft hinaus.

Hermann Scheer / Foto: Eurosolar

Hermann Scheer / Foto: Eurosolar

Er formulierte die Vision einer solaren Weltwirtschaft. Durch sein beeindruckendes Auftreten und sein beharrliches Engagement hat er die erneuerbaren Energien maßgeblich mit vorangebracht und wurde dafür mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet.

In Deutschland hat er das Erneuerbare Energiengesetz (EEG) mit auf den Weg gebracht. Sein Engagement reichte über Ländergrenzen hinweg und schlug sich unter anderem nieder in der Einrichtung des World Council for Renewable Energy (WCRE) und der International Renewable Energy Agency (IRENA).

Wir haben Hermann Scheer als aufrechten Streiter und integre Persönlichkeit erlebt und geschätzt. Er hat mit großem persönlichen Einsatz für eine bessere Welt gestritten und keine Konfrontation gescheut.

Seine zukunftsweisenden Ideen reichen weit über sein individuelles Leben hinaus. Wir werden in seinem Sinne weiter streiten – für eine Energieversorgung ohne Kohle und Atom!

Reposted byyetzt yetzt

September 01 2010

KlimaaktivistInnen in Kopenhagen freigesprochen

Das Gericht der Stadt Kopenhagen hat gestern Natasha Verco und Noah Weiss freigesprochen. Den zwei KlimaaktivistInnen wurde vorgeworfen, illegale Aktivitäten während des UN-Klimagipfels in Kopenhagen organisiert zu haben, die nie stattgefunden haben. Doch diese Anklagepunkte konnten sich im Gericht nicht behaupten.

Das Gerichtsurteil diskreditiert hingegen die gewaltsamen Methoden der Polizei während des Gipfels. Klimapolitisch engagierten Menschen wurde ihr demokratisches Recht verweigert, die Klimaverhandlungen zu kritisieren.

Tash und Noah vor dem Tatwerkzeug Bolzenschneider / Foto: Climate Kollektiv

Tash und Noah vor dem Tatwerkzeug Bolzenschneider / Foto: Climate Kollektiv

Die Vorwürfe gegen die beiden waren absurd, sie waren aber von einer Höchststrafe von sechseinhalb Jahren bedroht. So war in einem abgehörten Telefongespräch von einem Bolzenschneider die Rede, welcher sich allerdings als ein Papp-Bolzenschneider für eine Demonstartion von 3 Meter Höhe entpuppte.

Des Weiteren sollten auch gant normale Aktivitäten als Beweis herhalten. Dazu zählte der Druck von Postern, die Suche nach Parkplätzen für Musikanlagen und die Teilnahme an öffentlichen Informationsveranstaltungen für Hunderte von Menschen.

Im Oktober stehen die beiden Pressesprecherinnen von Climate Justice Action (CJA) wegen ähnlicher Vorwürfe vor Gericht.

August 06 2010

Floßlogbuch Teil 3 Mannheim – Mainz

Das Floß hat nun beinahe die Hälfte der Strecke hinter sich gebracht und irgendwie verwechselten wir wohl Heidelberg und Mannheim, weil das Floß in Heidelberg lag und es eine Aktion gegen das Kohlekraftwerk in Mannheim gab. Nun ja, vielleicht wollten wir ja auch nur unseren taktischen Gegner verwirren.
Und so treibt das Floß weiter… nun noch über den Neckar und dann ab Mannheim den Rhein hinab, der die meistbefahrene Schifffahrtsstraße in Europa ist und deshalb auch nicht ganz ungefährlich.

Heidelberg – Mannheim 04.08.

Nach einem schnellen Frühstück brechen wir schon um neun Uhr morgens auf, da wir gut 20 km Fahrt und zwei Schleusen vor uns haben. Nach der Kranbesetzung am Dienstag in Mannheim ist die WaSchPo offensichtlich recht nervös und begleitet uns. An der Feudenheimer Schleuse haben sie wohl Sorge, dass sie nicht mitkommen und wollen bei Rotlicht noch vor uns und einem Schubverband in die Schleuse einfahren. Dafür handeln sie sich einen Anpfiff des Schleusenwärters ein: “Ja macht nur mit eurer Nußschale, wenn der Schuber nicht bremsen kann, seid ihr platt wie ne Flunder!”.

In Mannheim ist leider nicht viel los, das Neckarufer ist nicht gerade eine Flaniermeile. Kurz nach unserer Ankunft legt aber ein Passagierschiff an und eine Gruppe Kinder mit ihren Eltern steigt aus und bestaunt begeistert das Floß. Da wir ohnehin noch einmal umlegen müssen, nehmen wir die Kinder ein Stück mit.

Nachmittags kommt Domenic dazu, der eigentlich eine ganze Woche mitfahren wollte, aber nun doch nur bis Freitag Zeit hat. Abends gibt es zur Abwechslung mal Bulgur mit Gemüse und Hanna stattet uns einen Übernachtungsbesuch ab.

Crew: Daniel, Guzzi, Stefan, Alex, Willfried, Oliver, Simon, Benni, Uli, Domenic, Hanna

Mannheim 05.08.

Nach dem es in der Nacht und den Vormittag über kräftig geregnet hat, findet unser Infostand eher geringes Interesse. Erst gegen abend kommen noch einige Spaziergänger vorbei.
So nutzen wir den Tag, um gründlich aufzuräumen und zu sortieren und neues Infomaterial zu bestellen. Auch diverse wichtige Einkäufe und andere Orgaarbeiten können wir erledigen. Alex besorgt ein neues Ankerlicht und strahlend weiße Festmacherleinen. Außerdem erstellen wir kleine Infotafeln für unser Meeresspiegelanstiegsmodell und eine Übersicht über den CO2-Ausstoß verschiedener Verkehrsmittel.

Simon und Benni müssen uns leider verlassen, dafür kommt Jule wieder an Bord (liebe Grüße von dieser an erstere nach Bielefeld (-: ).

Crew: Guzzi, Stefan, Willfried, Alex, Uli, Jule

Mannheim – Worms 06.08.

Trotz Großstadt hatten wir eine relativ ruhige, entspannte Nacht. Am Morgen haben wir eine Brötchentüte auf dem Steiger gefunden…woher sie auch immer kam? Pünktlich zum Frühstück kamen Oliver und Birgit an…nur Christian ließ wie immer noch auf sich warten. Als er dann endlich da war (nach 8stündiger Reise und Fußmarsch aus Köln) ging es gegen halb 11 los Richtung Worms.
Zufällig hatte die WaSchPo heute die selbe Richtung und so konnten wir ein Stück gemeinsam fahren. Nach nur wenigen Flusskilometern entlang hässlicher Industrieansiedlungen mündete der Neckar in den Rhein. Die Industrie wurde nun noch hässlicher und der Fluss schneller und dreckiger, was uns aber nicht vom “Rhein-Anbaden” abhalten konnte.
Wir nutzten die Gelegenheit ein vorbeifahrendes Kanu samt japanischen Insassen an uns fest zu machen und mit ihm zu plaudern. Nach einer erfolgreichen Ankerübung legten wir gegen halb 2 in Worms an.

Der Infostand wurde aufgebaut und stieß auf reges Interesse. Viele Kinder besuchten und bestaunten unser Floß und auch die Presse und das Radio waren da. Am Abend lud uns das SWR3 zu einem Liveinterview in den nah gelegenen Strandclub ein.
Ohne dass wir es bemerkten, hat sich Alex nach Hamburg abgesetzt…aus Angst von uns angekettet zu werden…aber er kommt ja morgen wieder! Nicht wahr? Andi stieß zu uns und nach Christians erfolgreichem Interview auch noch eine ganze Schar junger Mädels, die uns bis in den Sportboothafen begleiteten. Zum Kochen war es schon zu spät, also gabs mal wieder lecker Pfannekuchen.

Crew: Jule, Guzzi, Stefan, Willfried, Christian, Alex, Birgit, Oliver, Uli, Andi

Worms 07.08.

Strahlender Sonnenschein begrüßt uns am Morgen und nach einem ausgiebigen Frühstück verlegen wir das Floß zurück an den Anleger in Worms und bauen den Infostand auf. Das Wetter lockt viele Menschen an den Rhein und der Andrang an Floß und Infostand ist groß.
Auch die am Ufer aufgehängten Hängematten begeistern vorbeikommende Kinder. Die Sonne lädt nicht nur unsere Solarbatterien ordentlich auf, auch die seit Wochen feuchten Schwimmwesten können endlich getrocknet werden.
Am Abend gibt es noch einen kleinen Badeausflug in den gegenüberliegenden Altrheinarm, bevor wir am Abend zurück in den Jachthafen fahren.
Stefan musste heute leider fahren, dafür kommen Tina, Aglaia, Thorsten, Amadeo, Josi und David an Bord.
Auch Sara-Ann und Hanna kommen zu Kaffee und Kuchen vorbei, müssen abends aber leider wieder nach Hause.

Crew: Guzzi, Oliver, Uli, Christian, Jule, Willfried, Tina, Aglaia, Thorsten, Amadeo, Josi, David

August 05 2010

Kohlekraftwerk Datteln verhindert?

Das geplante Kohlekraftwerk in Datteln wird nicht gebaut, teilte die Partei der Grünen in Nordrhein-Westfalen mit. Der Landesentwicklungsplan wird so geändert, dass das Klimakiller-Kraftwerk nicht errichtet werden kann.

Der Bebauungsplan des Kraftwerks von E.ON war für unwirksam erklärt worden und E.ON konnte auch durch die Investition von bereits 800 Millionen Euro keine Tatsachen schaffen. Nach Klagen des BUND war der alte Landesentwicklungsplan durch die Vorgängerregierung so angepasst worden, dass das Kohlekraftwerk hätte gebaut werden können.

Das umstrittene Kraftwerk hätte mehr als 6,5 Millionen Tonnen Kohlendioxid in die Luft gepustet.

August 03 2010

Kranbesetzung gegen Kohlekraftwerk Mannheim

Heute gegen 6.22 Uhr wurden Aktive von ROBIN WOOD auf einem Kran der Baustelle des Kohlekraftwerks Mannheim von Bauarbeitern entdeckt.

ROBIN WOOD Kranbesetzung am Kohlekraftwerk Mannheim (Foto: ROBIN WOOD)

Darauf hin entrollten sie ein kleines TransparentSaubere Kohle ist eine dreckige Lüge” und bereiten derzeit das Ausrollen eines größeren Transparentes vor. Gegen 9 Uhr entrollten sie das Transparent, auf dem der Baustopp des Kraftwerks gefordert wurde. Der Zusatz lautete: “Climate Justice Now“.

Das Kohlekraftwerk Mannheim wird von RWE und EnBW derzeit gebaut und soll mehr als 3 Mio. Tonnen Kohlendioxid ausstoßen. ROBIN WOOD wendet sich strikt gegen den Neubau von Kohlekraftwerken.

Die Polizei war entspannt, ebenso die Kraftwerksbetreiber und sie sagten, dass sie eine bevorstehende Aktion ahnten, konnten es aber scheinbar nicht verhindern.

Gegen 10.30 Uhr kletterten die Aktiven vom Kran und konnten nach einer Personalienfeststellung das Kraftwerk, samt Transparent und Material verlassen. Die Betreibergesellschaft prüft eine Anzeige wegen Hausfriedensbruchs. Eine Anklage wegen einer ähnlichen Aktion vor zwei Jahren am gleichen Standort erwies sich als gegenstandslos.

July 23 2010

Erste Aktionen auf dem Floß

Bereits am Montag beteiligte sich unsere Floßcrew in Stuttgart an der Montagsdemonstration gegen das sinnlose Milliardenprojekt Stuttgart 21.

Am Dienstag startete das Floß dann hochoffiziell in Stuttgart Bad-Cannstatt unter großem Presserummel. “Klimaschutz selbst gemacht” – und “Klimaschutz von unten” sind die Themen der Tour und diese sind vielfältig. Unsere Aktive wollen Menschen bewegen, selbst tätig zu werden und in die lokalen Probleme einzugreifen. Und dies kann von der Solaranlage auf dem Dach bis hin zu Aktionen des zivilen Ungehorsams gehen.

Einige Tipps haben die Aktiven in einem Flyer zusammengefasst, und wissen, dass auch dies nicht reicht. Klimaschutz ist mehr als “eine Energiesparlampe einzuschrauben” und was genau dies sein kann, darüber wollen sie mit den Menschen im nächsten Monat ins Gespräch kommen.

Aktion gegen das Klimakiller-Kraftwerk von EnBW

Aktion gegen das Klimakiller-Kraftwerk von EnBW

Wie vielfältig das Thema Klimaschutz ist zeigte auch schon eine Aktion am ersten Tag. Unsere Aktiven seilten sich von einer Brücke ab, um gegen das Kohlekraftwerk von EnBW zu protestieren. Jeder und jede kann zu einem Ökostromanbieter wechseln, um den Konzernen das Geld für ihre klimaschädliche Politik zu entziehen. Insgesamt müssen wir aber daran arbeiten, dass nur noch Ökostrom aus der Steckdose kommt – immer und überall und am liebsten sofort.

Aber dazu und von den Erfahrungen auf dem Floß mehr in den nächsten Tagen, hier, bei Twitter und auf der Seite der Floßtour.

July 14 2010

CCS-Gesetz führt in die Sackgasse

Heute wurde in Berlin der Entwurf für ein CCS-Gesetz (Carbon Capture and Storage) vorgestellt. Das Gesetz soll die  Grundlage für Vattenfall schaffen, das bei der Verbrennung fossiler Rohstoffe anfallende Kohlendioxid probehalber unterirdisch einzulagern. In den Regionen in Ostbrandenburg (Beeskow und Neutrebbin) regt sich dagegen massiver Widerstand.

Betroffene aus der Region Neutrebbin bei einem Festival Ende Juni in der Region Letschin/Neutrebbin, ROBIN WOOD Aktive unterstützen das Festival durch ein Schnupperklettern

Betroffene aus der Region Neutrebbin bei einem Festival Ende Juni, ROBIN WOOD Aktive unterstützen das Festival durch ein Schnupperklettern

Die Technologie ist wissenschaftlich nicht untersucht und gefährdet Mensch und Umwelt. Das Trinkwasser wird gefährdet und bei Austritt größerer Mengen des Gases besteht Erstickungsgefahr.

Der Grund für die Eile besteht neben Vorgaben aus Brüssel darin, dass sich die Landesregierung in Brandeburg darauf festgelegt hat, neue Braunkohletagebaue nur zuzulassen, wenn die Endlagerfrage geklärt sei. Vattenfall soll in der Lausitz weitere Dörfer für die Braunkohle abbaggern, Landschaften verwüsten, das Grundwasser absenken und Menschen vertreiben. Die Regierungspolitik in Bund und Land gibt dem Konzern dafür die Rückendeckung, indem sie den Einsatz einer noch unausgereiften CCS-Technik rechtlich absichert.

Protest bei dem ersten Spatenstich des CCS-Pilotkraftwerks in Spremberg 2008

Protest beim ersten Spatenstich des CCS-Pilotkraftwerks in Spremberg 2006

Noch ist offen, ob die CCS-Technologie jemals sicher funktionieren und bezahlbar sein wird. Bislang ist klar, dass sie viel Energie im eigenen Prozess verbraucht, riskant für Mensch und Umwelt ist – und überall, wo eingelagert werden soll, auf massiven Widerstand der Bevölkerung stößt.

Der Sprecher der BI aus Beeskow Mike Kess sagte hierzu: „Doch wenn das eingelagerte CO2 sich nicht verhält, wie von den Ministern gewünscht, ist selbst die als Erprobung deklarierte Endlagerung als gefährlich anzusehen. Damit legitimiert die Politik das größte jemals in Deutschland geplante Experiment mit Gefahr für Mensch, Umwelt und Wasserversorgung auf deutschem Boden.“

Auch das Marketing-Argument, die Technik werde zum Exportschlager und China sei sehr daran interessiert, wirkt wenig überzeugend – zumal Ende des Jahres bei Bejing das erste Kraftwerk mit chinesischer CCS-Abscheidetechnik probehalber in Betrieb geht.

Die Technologie die hier verfolgt wird ist nur ein Feigenblatt für die Fortführung der zentralistischen Strukturen der Energiewirtschaft, einer Energiewende stehen diese im Weg. Im wahrsten Sinne ist dies eine end-of-pipe-Technologie, an derem einen Ende Dörfer und Naturschutzgebiete abgebaggert werden und am anderen Ende unkalkulierbare Gefahren entstehen. Wichtig wäre es, die Energiewende herbeizuführen und die alten Technologiepfade zu verlassen, die in die Sackgasse führen.

July 13 2010

Floßtour “Klimaschutz selbst gemacht”

Am 20. Juli startet sie  – die Floßtour für “Klimaschutz von unten”. In Stuttgart geht es los und dann über Neckar, Rhein und Main bis nach Frankfurt.

An der Strecke gibt es verschiedene Orte, an denen ROBIN WOOD für den Klimaschutz aktiv ist: Stuttgart 21, das Kohlekraftwerk in Mannheim oder der Ausbau des Frankfurter Flughafens. Und da wollen die Aktiven von ROBIN WOOD Menschen für einen Klimaschutz von unten begeistern. Eine Energiesparlampe einzuschrauben und Ökostrom zu beziehen ist notwendig, aber es reicht eben nicht aus, sich dem Klimachaos entgegen zu stellen. Da müssen die Menschen selbst aktiv werden: z.B. für eine andere Verkehrs- und Energiepolitik. Was eben nicht selbst gemacht wird….

Protest gegen das Mittlerweile eingestellte Projekt des Kohlekraftwerks in Düsseldorf im Jahr 2007 / Foto : Daniel Häfner

Protest gegen das mittlerweile eingestellte Projekt des Kohlekraftwerks in Düsseldorf bei der Floßtour im Jahr 2007 / Foto : Daniel Häfner

Alle sind herzlich eingeladen, die Aktiven auf dem Floß zu besuchen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Mit einer Solaranlage und Solarladegeräten an Bord gibt es auch praktischen Gesprächsstoff, und Infomaterial gibt es natürlich auch. So kann an Bord direkt zu einem Ökostromanbieter gewechselt werden.

Weitere Informationen, z.B. zu den Anlegestellen gibt es unter www.flosstour.de

June 03 2010

Luftiger Kommentar zu Klimaverhandlungen

In Bonn laufen die UN-Klimaverhandlungen. Proteste aber gibt es nicht nur vor Ort. In Frankfurt machen ROBIN WOOD-AktivistInnen heute morgen mit einer Kletteraktion deutlich, was Klimaschutz für sie bedeutet.

Aktivist_innen von Robin Wood haben den Baukran der Landebahn-Baustelle am Frankfurter Flughafen gekapert (Foto: ROBIN WOOD / Häfner)

Save the Climate – Stop Airport Expansion“ (Rettet das Klima – Stopp Flughafenausbau) – ein rund 130 Quadratmeter großes Transparent mit dieser Forderung haben vier ROBIN WOOD-AktivistInnen auf einen Baukran an der Baustelle zur Autobahnüberführung (Rollbrücke West) am Frankfurter Flughafen gehängt. Die Baustelle ist Teil der Flughafenerweiterung. Ihre Botschaft: Wartet nicht darauf, dass die Regierungen das Klima retten.

Werdet selbst aktiv, baut Druck von unten auf und wehrt euch gemeinsam gegen extrem klimaschädliche Bauvorhaben wie den Ausbau von Flughäfen.

Mehr Infos zu Protesten und Veranstaltungen in Bonn.
Mehr zum Widerstand gegen den Ausbau des Frankfurter Flughafens.

Updates von vor Ort:

8:42 Uhr: Noch immer sind die Aktiven in luftiger Höhe, einige Pressevertreter sind anwesend und die Polizei und Fraport stehen unten herum.

9:30 Uhr: Die vier AktivistInnen sind jetzt abgestiegen und guter Dinge.

May 26 2010

Endspurt zu den Protesten in Bonn

Am 31. Mai beginnen in Bonn die Zwischenverhandlungen für die nächste UN-Klimakonferenz COP 16. Die Erwartungen sind gering.

Auch wenn diesmal das Medieninteresse und der Erwartungsdruck geringer sind, sind Proteste erforderlich. Im Bündnis der Klimawelle haben sich BUND, attac, ROBIN WOOD und verschiedene Organisationen und Einzelpersonen zusammengefunden, um diesen Gipfel zu begleiten. Ein zentraler Begriff wird der der Klimagerechtigkeit sein, dazu haben wir auch einen Artikel im ROBIN WOOD-Magazin veröffentlicht.  Aus dem Umfeld von attac gibt es dazu folgendes Mobilisierungsvideo:

Am 29. Mai wird es bereits einen dezentralen Aktionstag geben. Parallel zu den Protesten wird es in Bonn ein Klimacamp geben, die Attac Aktionsakademie findet statt, auf dem Klimaforum wird es verschiedene Workshops geben, und am 5. Juni wird es eine Demonstration geben. An allen Aktivitäten sind Menschen von ROBIN WOOD beteiligt und für jeden und jede ist etwas dabei. Auf der Aktionsakademie organisieren wir z.B. ein Schnupperklettern für Freitag nachmittag.

April 23 2010

Aus für Kohlekraftwerk Düsseldorf

Im Düsseldorfer Hafen wird kein Kohlekraftwerk gebaut, beschloss heute der Aufsichtsrat der dortigen Stadtwerke. Statt dessen soll wie bisher an dem Standort ein 400MW-Gaskraftwerk betrieben werden. Die Stadtwerke gehören mehrheitlich der EnBW und diese wollte mit dem Kohlekraftwerk scheinbar weiter nach Nordrhein-Westfalen expandieren.

Aktion gegen das Kraftwerk 2007 im Rahmen der Floßtour (Foto: Daniel Häfner / ROBIN WOOD)

Aktion gegen das Kraftwerk 2007 im Rahmen der Floßtour (Foto: Daniel Häfner / ROBIN WOOD)

Der Widerstand gegen die Kohlekraftwerke ist nun auch auf einer neuen Internetseite im Überblick dargestellt: www.kohle-protest.de Der lokale Widerstand gegen Kohlekraftwerke wird von großen Teilen der Umweltbewegung nach dem Scheitern in Kopenhagen als das effektivste Mittel gesehen, Klimaschutz zu betreiben.

April 22 2010

Alternativer Klimagipfel in Bolivien

In Cochabamba in Bolivien findet derzeit ein alternativer Klimagipfel »Weltkonferenz der Völker über Klimawandel und die Rechte der Mutter Erde« statt. Nach dem Scheitern des Klimagipfels in Kopenhagen lud der bolivianische Präsident Evo Morales zu einem alternativen Klimagipfel, nicht der Regierungen aber der Menschen.

Der Klimagipfel startete am 19. April und mehr als 10.000 Menschen, vor Allem Indigene folgten der Einladung.

Der Gipfel kann unter anderem live oder per blog nachverfolgt werden.

Auch dort steht der Begriff der Klimagerechtigkeit (siehe unten im Blog) im Mittelpunkt. In der dortigen Debatte zeichnet sich scheinbar auch ab, dass es keine große globale Mobilisierung des Protestes und der Forderungen zur nächsten UN-Klima-Konferenz nach Mexiko geben soll. Es scheint logischer, die Kräfteverhältnisse in den eigenen Regionen zu verschieben, als mit viel Aufwand und falschen Hoffnungen nach Cancun zu reisen.

Doch warten wir die Ergebnisse des Gipfels einmal ab. Die bolivianische Regierung hat dem Forum die Durchführung eines weltweiten Referendums am 12. Oktober sowie die Gründung eines Internationalen Klimagerichtshofes vorgeschlagen.

Der Begriff der Mutter Erde ist für die Lateinamerikaner im Übrigen kein esotherisch besetzter Begriff, sondern alltäglich. Wer die Gletscher vor seinen Augen schwinden sieht, stellt die Frage nach der Klimagerechtigkeit eben anders, als die meisten Regierungs-Vertreter, die um einzelne Formulierungen im UN-Prozess feilschen und scheiterten.

April 18 2010

Pinocchio für Vattenfall-Lesetage

“Lesetage – eine gute Idee – ohne Vattenfall” stand auf dem Transparent, mit dem Aktive die Eröffnungsveranstaltung der Lesetage in Hamburg bereicherten. Gleichzeitig überreichten sie für die vielen Lügen von Vattenfall einen Pinocchio aus Gemüse. Dieser wurde von der Pressesprecherin von Vattenfall entgegengenommen.

Vattenfall-Eröffnungsveranstaltung

Vattenfall-Lesetage-Eröffnungsveranstaltung

Corporate Citizenship, also Bürgerschaft von Firmen, nennt es sich, wenn Konzerne gar nicht mehr für ihre Produkte oder ihr Unternehmen werben, sondern sich als Teil der Gemeinschaft präsentieren. Der profitorientierte Vattefall-Konzern möchte also einfach und selbstverständlich dazugehören. Die Bürgerinitiative “Moorburgtrasse stoppen” meinte, dass das so nicht geht und bereicherte die Eröffnungsveranstaltung am Donnerstag und viele weitere Lesungen der Lesetage.

Nicht die Lesetage selbst seien problematisch, aber eben das Sponsoring des Klimakillers Vattenfall, der in Hamburg gerade ein neues Kohlekraftwerk errichtet. Auch in der Hamburger Innenstadt wurden Flugblätter verteilt. Auf diesen wurde auch über die Braunkohletagebaue von Vattenfall berichtet, die Dörfer vernichten und ganze Landschaften verwüsten.

Weitere Informationen gibt es unter www.moorburgtrasse-stoppen.de.

Tschüß Vattenfall.

March 18 2010

Proteste und Aktionen zur Bonner Klimakonferenz 2010

Vom 31. Mai bis zum 11. Juni findet in Bonn die nächste UN-Klimakonferenz nach Kopenhagen statt.

Der Klimagipfel in Kopenhagen ist gescheitert. Statt einem verbindlichen,
ausreichenden und fairen Abkommen haben die politischen Repräsentanten eine unverbindliche Erklärung abgegeben.

Gegen die regierungspolitische Tatenlosigkeit hat sich ein Bündnis mit dem Namen “Klimawelle” zusammengeschlossen.  Dies ist ein Zusammenschluss von regionalen und überregionalen Gruppen und Einzelpersonen. Die Erwartungen der EU-Kommission an den in Bonn vorbereiteten Gipfel in Cancun sind gering.

Zu der UN Klimakonferenz  in Bonn wird es bunte und kreative Proteste geben und es werden dezentrale Aktionen zu verschiedenen Aspekten des Klimawandels auf die Straße gebracht. Ebenfalls wird ein Camp mit Klimaforum organisiert!

Wie viele andere Organisationen werden auch wir von ROBIN WOOD im Umfeld der Vorbereitungskonferenz zum nächsten COP aktiv werden. Wir wollen die Konferenz aber lediglich zum Anlass nehmen, dezentrale Aktionen in der ganzen Republik auf die Straße zu bringen. Sich selbst lediglich an der Konferenz abzuarbeiten ist uns zu wenig und in den Medien wird sicher wieder nur ein Gemurmel von “Mehr Klimaschutz” wahrzunehmen sein.

Die COP-Vorbereitungs-Konferenz, in der die Lobbyverbände der Industrie wieder arbeiten werden, wirksamen Klimaschutz zu verhindern können wir aber eben auch nicht einfach geschehen lassen.

Wir bleiben bei einer unserer konkreten und leicht umzusetzenden Forderung, internationale Treibstoffe für Flugzeuge und Schiffe, so genannte Bunker-Fuels zu besteuern und davon wirksamen Klimaschutz im globalen Süden zu finanzieren. Das reicht natürlich nicht aus, aber Klimaschutz setzt sich eben aus vielen kleinen Mosaiksteinen zusammen.

Bisher stehen folgende der Proteste in Bonn Termine fest:

Samstag, 5. Juni: zentrale Demonstration

Samstag, 30. Mai: dezentraler Aktionstag

in der Woche vom 31. Mai — 6. Juni:  direkte Aktionen

3. und 4. Juni:  Klimaforum mit Vorträgen und Workshops

29. Mai – 6. Juni: Durchführung eines Klimacamps für Übernachtungen, Workshops, Kultur und Aktionsplanung

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